UNSERE TECHNIK. IHR NUTZEN.

Das PYREG®-Verfahren arbeitet nach dem Prinzip der gestuften Verbrennung. Dafür wird der getrocknete Klärschlamm durch die 550-600°C heißen PYREG®-Reaktoren geführt. Dort wird er nicht verbrannt, sondern erst schonend entgast und anschließend durch gezielte Luftzugabe karbonisiert. Damit ist der Schlamm vollständig hygienisiert. Da im PYREG®-Verfahren die thermische Behandlung bei deutlich geringeren Temperaturen erfolgt, bleibt der Phosphor – im Gegensatz zu den Aschen von Monoverbrennungsanlagen – pflanzenverfügbar. Es ist kein nachträglicher und aufwändiger Aschenaufschluss notwendig. Der gewonnene Phosphor-Dünger wird vielmehr anschließend ohne weitere Nachbehandlung an die Düngemittelindustrie vermarktet.

KEINE PROBLEMSTOFFE

Da die in den Reaktoren entstehenden brennbaren Gase in einer nachgeschalteten Brennkammer im Flox®-Verfahren (flammlose Oxidation) bei rund 1.200°C vollständig verbrannt werden, bildet das Verfahren wenig thermisches NOX . Auch entstehen so keine Problemstoffe wie Kondensate oder Teere, da das Schwelgas nicht abgekühlt, sondern in der Nachbrennkammer thermisch oxidiert wird.

EINHALTUNG ALLER GRENZWERTE

In einer nachgeschalteten Abgasreinigungsstufe werden die sauren Schadgase in einem alkalischen Rauchgaswäscher aus dem Abgas absorbiert, flüchtige Klärschlammbestandteile wie Quecksilber an einen Aktivkohlefilter adsorbiert. Die Grenzwerte der geltenden 17. Bundesimmissionsschutzverordnung werden damit jederzeit eingehalten.

AUTOTHERMER PROZESS

Der Mineralisierungsprozess verläuft zudem autotherm, das heißt, es wird lediglich etwas externe Startenergie benötigt, anschließend wird für die Aufrechterhaltung des Prozesses nur die im Klärschlamm enthaltene Energie genutzt. Zusätzlich können bei dem Verfahren noch bis zu 150 kWth an überschüssiger Wärmeenergie für die Klärschlammtrocknung verwendet werden.